Wednesday, July 23, 2008
Stellenwert der systemische Chemotherapie des Harnblasenkarzinoms
Zusammenfassung Die Hälfte der Patienten mit einem muskelinvasiven Harnblasenkarzinom hat zum Zeitpunkt der initialen Diagnose bereits okkulte regionale oder Fernmetastasen. Die systemische Erkrankung hat mit weniger als 10% Langzeit-Überlebensrate eine ungünstige Prognose. Mit der systemischen Chemotherapie versucht man, den weiteren Verlauf einer lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Erkrankung günstig zu beeinflussen. Ein Überlebensvorteil von 5% einer neoadjuvanten und 9–11% einer adjuvanten Chemotherapie ist im ersten Fall minimal, für die adjuvante Situation schon eher beachtenswert. Als induktive Chemotherapie sind das MVAC-Schema und die Kombination Gemcitabin/Cisplatin als Standardschemata anzusehen. Dennoch sind die 5-Jahres-Überlebensraten mit 15 bzw. 13% enttäuschend. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang prognostische Faktoren, bei deren Berücksichtigung deutliche Unterschiede im Überleben bestehen. Hoffnungen werden in eine neue Substanzgruppe, die sog. target-spezifischen Medikamente, gesetzt, die gezielt in die Kaskade der Tumorgenese eingreifen.
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