Friday, July 4, 2008
Epidemiologie, Diagnose und urinbasierte Untersuchungsverfahren beim Harnblasenkarzinom
Zusammenfassung Das Harnblasenkarzinom ist in Deutschland hinsichtlich Inzidenz bei M?nnern die vierth?ufigste und bei Frauen die fünfth?ufigste Tumorentit?t. Urothelkarzinome k?nnen sich im gesamten Harntrakt entwickeln. Bei der überwiegenden Mehrzahl handelt es sich um Blasenkarzinome. Die Diagnose eines Blasenkarzinoms wird durch transurethrale Resektion gestellt, die auch wiederum der erste therapeutische Schritt ist. Zielführende Untersuchung ist die Zystoskopie. Urinbasierte Untersuchungsverfahren erlauben keine Diagnose, sondern best?tigen allenfalls den Verdacht eines Blasenkarzinoms. Etablierte urinbasierte Untersuchungsverfahren sind z. B. der Mikroh?maturienachweis und die Urinzytologie. Letztere dient im Wesentlichen der Diagnose urothelialer Neoplasien. Tumormarker sind diagnostische Methoden, die nur angewandt werden sollten, wenn ihre Bestimmung diagnostische oder therapeutische Konsequenzen hat und der Patient davon auch profitiert. Von den zahlreichen in diesem Beitrag vorgstellten Urinmarkern hat sich bisher keiner in Diagnose oder Nachsorge des Blasenkarzinoms fest etabliert, da sie aufgrund ihrer z. T. guten Sensitivit?t, aber gleichzeitig geringen Spezifit?t eine relativ hohe Rate an falsch-positiven Befunden liefern. Daher erscheint der Ersatz der Zystoskopie in der Nachsorge durch Marker nicht sinnvoll, bevor nicht weitere Studien durchgeführt worden sind.
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