Wednesday, July 23, 2008
Neuropsychologische Folgest?rungen nach adjuvanter Therapie des Mammakarzinoms
Zusammenfassung Neuropsychologische Störungen nach adjuvanter Therapie des Mammakarzinoms wurden in den vergangenen 10 Jahren in einigen wenigen empirischen Studien systematisch untersucht. Trotz methodischer Probleme und unterschiedlicher Studiendesigns belegen die Ergebnisse, dass langfristige neuropsychologische Folgestörungen nach Chemotherapie und antihormoneller Therapie auftreten können, die signifikante Auswirkungen auf die Lebensqualität und psychosoziale Rehabilitation von Patientinnen nach erfolgreicher Behandlung haben können. Zu den bislang ungelösten Problemen gehören Fragen nach der Prävalenz neuropsychologischer Beeinträchtigungen, die Identifikation spezifisch vulnerabler Leistungsbereiche und die Entwicklung eines pathophysiologischen Erklärungsmodells. Durchgängig geringe Korrelationen zwischen der Selbstbeurteilung der alltagsbezogenen kognitiven Leistungsfähigkeit und den Ergebnissen neuropsychologischer Tests stellen ein weiteres Problem für die empirische und klinische Evaluation dar. Nach einem detaillierten Überblick zum Forschungsstand werden Implikationen für die onkologische Praxis diskutiert.
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