Saturday, August 2, 2008
Epidemiologie, Risikofaktoren und Pathologie des Rektumkarzinoms
Zusammenfassung Das Rektum ist nach dem Kolon die zweithäufigste Lokalisation eines Karzinoms im Gastrointestinaltrakt. Männer sind etwa 1,5-mal häufiger betroffen als Frauen. Das mediane Erkrankungsalter liegt bei 60–65 Jahren. Umweltfaktoren und genetische Faktoren beeinflussen das Risiko für die Entstehung von Rektumkarzinomen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören der Konsum von Alkohol und Tabak sowie eine fleischreiche, balaststoff-, gemüse- und obstarme Ernährung. Weitere Risikofaktoren sind ein Diabetes mellitus und eine vorangegangene Cholezystektomie oder eine Strahlentherapie des Beckens. Protektiv können regelmäßige körperliche Betätigung, die Einnahme nichtsteroidaler Antirheumatika und bei postmenopausalen Frauen eine Hormonersatztherapie wirken.Die histopathologische Aufarbeitung von operativ entfernten Rektumkarzinomen umfasst die Evaluierung der Infiltrationstiefe (pT-Kategorie), des Nodalstatus (pN-Kategorie), der Tumordifferenzierung (Grading) und der Resektionsränder. Dabei ist nicht nur der orale und aborale Absetzungsrand, sondern auch der zirkumferenzielle Absetzungsrand zu beurteilen. Bei neoadjuvant therapierten Karzinomen ist die standardisierte Evaluation der therapiebedingten Tumorregression vorzunehmen. Bei histologischem Karzinomnachweis in endoskopisch resezierten Polypen ist die Beurteilung prognoserelevanter histologischer Faktoren notwendig, um zu klären, ob eine chirurgische Resektion notwendig ist.
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