Monday, August 18, 2008
Wann und wie sollen Tumorpatienten ern?hrt werden?
Zusammenfassung Gewichtsverlust und Ern?hrungsprobleme sind bei Tumorpatienten h?ufig. Folgen sind eine erh?hte Morbidit?t und Mortalit?t sowie eine verminderte Lebensqualit?t. Daher sollte bei einem Gewichtsverlust von 5% und mehr vom gesunden Ausgangsgewicht bei jeder Konsultation eine Ern?hrungsdiagnostik mit Bestimmung der Energiezufuhr und bei Bedarf eine Ern?hrungsberatung erfolgen. Oral kann meist mit einer auf die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten individuell abgestimmten Vollkost ern?hrt werden. Bei unzureichender (Energiezufuhr unter 60% des errechneten Bedarfs erwartet für mindestens 10 Tage) oder nicht m?glicher (Energiezufuhr unter 500 kcal/Tag erwartet für mindestens 5 Tage) oraler Ern?hrung ist eine künstliche Ern?hrung indiziert, zun?chst als enterale Ern?hrung. Die empfohlene Energiezufuhr liegt bei 25 kcal/kg/Tag für bettl?gerige und bei 30–35 kcal/kg/Tag für mobile Patienten mit einem Fettanteil von über 35% der Gesamtenergiezufuhr, die Eiwei?zufuhr bei 1,2–1,5 g/kg/Tag. Die Empfehlungen zur Vitamin- und Spurenelementzufuhr entspechen den Richtlinien der Fachgesellschaften. In diesem Beitrag wird auf spezielle Ern?hrungsempfehlungen pr?- und postoperativ, unter Chemo-und Radiotherapie sowie au?erhalb einer Tumortherapie eingegangen.
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