Saturday, August 16, 2008
Lokalrezidiv nach radikaler Zystektomie bei Harnblasenkarzinom
Zusammenfassung Das Auftreten eines lokalen Rezidivs nach Zystektomie aufgrund eines Urothelkarzinoms der Harnblase bedingt für den Patienten eine schlechte Prognose. Nur einem Teil der Erkrankten kann aufgrund ihres Allgemeinzustandes überhaupt eine Therapie angeboten werden. Der klinische Verlauf zeigt, dass das Lokalrezidiv meist Ausdruck einer begleitenden systemischen Erkrankung ist. Daher sollte der Eckpfeiler der Behandlung eine systemische Chemotherapie sein. Zur Palliation werden im Bedarfsfall zusätzlich lokale strahlentherapeutische oder chirurgische Maßnahmen angewandt. Lediglich selektionierte Patienten sind Kandidaten für einen multimodalen Therapieansatz in kurativer Absicht. Trotz aller therapeutischen Bemühungen ist das Überleben der Patienten mit einem Lokalrezidiv in den meisten Fällen erheblich limitiert.
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