Monday, August 18, 2008

Molekular zielgerichtete Therapie des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms

Zusammenfassung  Die Kombinationschemotherapie ist weiterhin die Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms. Der EGFR-Tyrosinkinaseinhibitor Erlotinib ist in der Zweit- oder Drittlinientherapie eine neue zugelassene Therapieoption. Die Zulassung von Gefitinib wurde nach der negativen ISEL-Studie zurückgenommen. Für Gefitinib wurde eine enge Korrelation zwischen aktivierenden somatischen Mutationen der Tyrosinkinasedomäne des EGFR-Gens und dem Ansprechen beschrieben, was zur Patientenselektion beitragen könnte. Für Erlotinib konnte diese Korrelation nicht gezeigt werden. Vielmehr korrelierte die Amplifikation des EGFR-Gens mit einem Ansprechen auf Erlotinib. Monoklonale EGFR-Antikörper befinden sich zurzeit in Phase-III-Evaluation. Der monoklonale VEGF-Antikörper Bevacizumab führte in Kombination mit Standardchemotherapie zur Lebensverlängerung. Allerdings können nur bestimmte histologische Subgruppen behandelt werden. Weitere Studienergebnisse sollten abgewartet werden. Multikinaseinhibitoren, z. B. Sorafenib, zeigen bei mehreren Tumorentitäten Aktivität und sind neue Hoffnungsträger auch für die Therapie des NSCLC.

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